Der Meister bezwingt sich selbst

Am Mittwoch Abend stieg im Dornbirner Messestadion das Schlagerspiel der achten Runde der Nationalliga Saison 2008/09, das Derby zwischen dem Dornbirner EC und dem EHC Lustenau.

Kurz vor dem Spiel schaffte es der ohne Fussenegger und Glanznig spielende amtierende Meister noch einmal auf dem Spielermarkt zuzuschlagen und präsentierte einen neuen Legionär: den 33-jährigen Kanadier Bud Smith. Dieser spielte zuletzt in der höchsten asiatischen Spielklasse, war zuvor aber bereits in einigen europäischen und amerikanischen Ligen aktiv.

Die 3120 Zuseher im Messestadion sahen einen vorsichtigen Start der beiden Mannschaften. trotzdem ergab sich bereits nach 34 Sekunden das erste Überzahlspiel für die Gäste aus Lustenau. Der Schweizer Schiedsrichter schickte Florian Stern wegen Haltens in die Kühlbox. Das Lustenauer Powerplay kam allerdings nicht in Fahrt.

Nach knapp fünf Minuten kam der Paukenschlag! Heimo Lindner wurde wegen eines Crosschecks an Lustenaus Verteidiger Chris Peyton frühzeitig mit 5 Minuten plus Spieldauerstrafe unter die Dusche geschickt. Das Überzahlspiel konnten die Lustenauer allerdings dank des guten Boxplays der Dornbirner – allen voran Lukas Schwitzer und ein erneut sehr gut haltender Bernard Bock – nicht nutzen.

In Punkto ungenutztem Überzahlspiel standen die Lustenauer allerdings nicht alleine da: in der vierzehnten Minute ergab sich dank des Ausschlusses von Eiler und Lissek (2+10 wegen Crosscheck bzw. Kritik am Entscheid) die Chance zur doppelten Überzahl. Die Dornbirner vermochten allerdings nicht sich im Angriffsdrittel aufzustellen, was die Lustenaner im Break sehr gefährlich werden ließ.

Kurz vor Ende des ersten Drittels musste noch Michael Kutzer in die Kühlbox. Die Strafe änderte aber nichts am Resultat: mit 0:0 gingen beide Mannschaften zurück in die Kabinen.

Das zweite Drittel schien zunächst eine Kopie des ersten Drittels zu werden. Die Strafe von Thomas Alfare nach knapp 3 Minuten konnten die Dornbirner nicht zur Führung nutzen, beim Spiel 5 gegen 5 neutralisierten sich die Mannschaften. Nach fast einer halben Stunde Spielzeit konnte dann endlich der erste Torjubel ausbrechen: Youssef Riener traf im Powerplay – Zeilinger musste wegen Crosschecks zwei Minuten auf die Strafbank – mit einem präzisen Schuss von der blauen Linie.

Wie schon im Spiel gegen Feldkirch vermochte es Dornbirn allerdings nicht das Resultat zu verwalten und wurde prompt 41 Sekunden später in Unterzahl spielend (Schwitzer, Ellbogencheck) von Toni Saarinen bestraft. Doch es kam noch schlimmer für die Hausherren: direkt nach einer abgelaufenen Strafe gegen Zultek, konnte der ehemalige Dornbirner Pascal Kainz den EHC erstmals in Führung bringen.

Eine abermalige knapp zweiminütige doppelte Überzahl konnte Dornbirn nicht zum Ausgleich nutzen, Machreich hielt das Tor der Lustenauer sauber.

Keine zwei Minuten waren im letzten Drittel gespielt als Bock erneut hinter sich greifen musste. Zeilinger konnte die Gunst der Stunde nutzen und einen Abwehrfehler der Dornbirner nutzen. Bock hatte dabei nicht den Hauch einer Chance.

Die Bulldogs wollten allerdings nicht zurückstecken und so schaffte es Alexander Höller in der 45. Minute noch einmal einen Funken Hoffnung im Messestadion zu entzünden, als er Machreich mit einem „Buabatickli“ überwinden konnte. Die folgenden Minuten gehörten klar den Hausherren, die aber auch ein Überzahlspiel (Alfare, Halten) nicht nutzen konnten um den Ausgleich zu erzielen.

Und so kam es, wie es kommen musste: in der 53. Minute konnte Bernhard Bock den Schuss von Martin Grabher-Meyer zwar noch abwehren, Klaus Tschermernjak stand aber goldrichtig und konnte den Rebound zum 2:4 abstauben.

Damit war das Spiel entschieden. Die letzten 2 Minuten versuchten die Dornbirner zwar noch mit einem Feldspieler mehr zurück ins Spiel zu kommen, Toni Saarinen konnte aber zwanzig Sekunden vor Schluss den Puck abfangen und somit dank eines Empty Net Goals den 2:5 Entstand markieren.

Bereits am kommenden Samstag, den 8. November 2008 gibt es das nächste Derby. Diesmal gastiert der Dornbirner EC in Alberschwende beim EHC Bregenzerwald.

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