Google hilft nicht immer…
Ab und zu muss man sich auch selber am Riemen packen – oder sich einen Arschtritt geben lassen – und die Antwort alleine suchen. Ich war zwar nicht wirklich auf der Suche nach einer Antwort als ich nichts ahnend am gestrigen Mittag am Tisch sass und Kaffee schlürfte, aber Alexandra und deren Medium Markus haben mir eine aufs Auge gedrückt. Und das war auch gut so.
Wir gingen nämlich gestern ins Freibad nach Hohenems. Ich kann mich gar nicht mehr erinnern, wann ich zum letzten Mal in einem Freibad war. Meine schnell an den Haaren herbeigezogenen Ausreden, wieso ich denn nicht mitkommen könnte, wurden nicht akzeptiert und als einzige mögliche Option wurde nur ein JA angenommen.
Ich hatte also keine Chance. Zugegeben, irgendwie wollte ich ja auch, aber es gibt diese psychologische Sperre, die man nicht so einfach los wird. Für andere ist das immer “Kein Problem”, das hilft einem selbst aber auch nur bedingt weiter. Jetzt gibt es sicher die eine andere Person, die sich fragt, was denn da so schlimmes dran sei, ins Freibad zu gehen oder ob ich als Kind mal fast ertrunken sei um so eine Phobie zu entwickeln.
Als Kind bin ich wirklich mal fast ertrunken im Olympiabecken im Bozner Lido. Das ist aber nicht mein Problem. Mein Problem sind einige ziemlich hässliche und extrem offensichtliche Narben auf dem Brustkorb. Und ratet mal: offensichtlich waren sie nur für mich ein Problem. Alexandra hatte wohl wieder einmal Recht. D’oh.
So kam es also, dass ich, trotz meiner anfänglichen Startschwierigkeiten, dann einen wunderbaren Nachmittag hatte. Ich hab sogar ein wenig Farbe angenommen. Zumindest auf einer Schulter und den Armen.