Blaue Flecken all over…

Ich wurde überrumpelt. Ich hatte keine Chance. Am Dienstag hat mich Markus am Telefon überfallen und mich, ohne jegliche Chance auf Widerrede, dazu verdonnert Donnerstag Morgen mit meinen Rollerblades – welche ich seit locker 2 Jahren nicht mehr verwendet hatte – vor der Türe zu stehen. Er würde mich abholen kommen. Auch mein Gequengel, dass ich dieser Sportart nicht mächtig sei, liess er nicht gelten.

So kam es dann, dass wir in die alte Eisarena fuhren, wo Franco und sein Bruder Simon bereits auf uns warteten. Micheal und Olli kamen kurze Zeit später nach. Natürlich versuchte ich zuerst alle möglichen Ausreden geltend zu machen um mich in irgend einer Art und Weise doch noch drücken zu können. Markus blieb aber hart. Herzlich nicht.

Auf den Rollen steht es sich verdammt blöd, wenn man kein Gleichgewicht hat. Ich soll doch einfach zu Hause auf einem Bein stehend einen Film gucken, meinte Michael. Das würde helfen. Glaub ich ihm natürlich. Tun werde ich es trotzdem nicht.

Jedenfalls war ich fasziniert, wie schnell man es lernt zumindest gerade aus zu fahren. Auf diesen Rollen, die rollen. Zum Glück rollen sie auch aus, wenn es nicht gerade abwärts geht. Das ist eine “gute” Variante zum Bremsen, wenn man das Bremsen noch nicht kann. Weiterer Vorteil vom Rollhockeyplatz: Wenn man die Kurve nicht schafft, macht sie die Bande für einen. Ob das gut oder schlecht ist, weiss ich allerdings noch nicht.

Jedenfalls habe ich das mit dem Kurvenfahren noch nicht ganz raus. Das hat sich vor allem dann gezeigt, wenn jemand mal wieder den Ball in meine Richtung gespielt hat. Als absoluter Noob hatte ich natürlich keine Chance den irgendwie zu stoppen. Entweder er sprang über die Schaufel drüber oder rollte durch meine Beine durch. Oder ich war schlicht und einfach zu klein um an den Ball zu kommen. Oder zu langsam. Oder zu dumm. Oder einfach alles zusammen.

Jedenfalls habe ich öfters versucht diesem Ball dann hinterher zu – sprinten wäre jetzt wohl ein bisschen übertrieben – steigen, was in 99,9% der Fällen mit dem Fallen endete. Mein Arsch dankt’s mir heute noch.

Trotzdem habe ich, obwohl ich mehrmals den Boden geküsst habe, alle vier Spiele durchgehalten. Was mir auch anerkennende Worte eingebracht hat. Klar konnte ich mit den anderen in keinster Weise mithalten, aber immerhin hab ich ZWEI Assist-Punkte gemacht! Das nenne ich mal eine Leistung für den ersten Auftritt.

Verloren haben wir (Markus und Michael waren bei mir im Team) natürlich alle vier Spiele. Eines war aber ganz schön knapp und ging mit 5:4 an unsere Gegner. Insgesamt haben wir es auf 10 Tore geschafft, 9 davon hat Michael erzielt.

Einen Vermutstropfen hatte die ganze Sache allerdings: Olli hat sich ein paar Bänder in der Hand gerissen und muss jetzt vier Wochen lang einen Gips tragen, der Arme. Ich hab zumindest nur ein paar blaue Flecken abgekriegt. Und Muskelkater in jedem verdammten Muskel meines Körpers. Nicht einer wurde ausgelassen. Schon mal einen Muskelkater am Arsch gehabt? Gepaart mit einer Schürfwunde ist das das Paradies!

P.S.: Markus, wurden leider nur 518 Wörter. Ich hoffe, du kannst mir noch einmal verzeihen 😉

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