A weekend with the buckelige Verwandtschaft, Part 1

Lauter Fortsetzungsstories hier…. Ich hätte es mir denken können. Eigene Wohnung, ausziehbare Couch, das zieht die Fliegen an, wie frisch verdorbenes Obst. In meinem Fall kamen keine Fliegen, sondern die buckelige Verwandtschaft. In der Form meiner kleinen (bezogen auf Größe und Alter) Schwester Maria und meines grossen (lediglich aufs Alter bezogen) Bruders Wolfgang. Sie hatten einen festen Plan: den geordneten Ablauf eines Standardwochenendes bei mir total über den Haufen zu werfen. Ob sie das wohl geschafft haben?

Eigentlich hatte ich ja einiges mehr mit ihnen vor. Ich hatte sogar damit spekuliert, dass ich sie in die Stadt verschleppe und vielleicht sogar eine Fortsetzung der beliebten Serie “Besoffen posten” dabei rausspringt. Herausgestellt hat sich, dass sie weder am Freitag, noch am gestrigen Samstag Bock hatten, am Abend noch die zwei Minuten in die Stadt zu gehen. Auf einen Drink. Oder zwei. Oder so.

Stattdessen blieben wir Freitag Abend zu Hause und schauten einen Film auf arte. Sie kamen ja auch erst kurz nach neun. Es regnete auch noch. Am gestrigen Morgen fuhr ich sie in den Messepark, um das Nötigste zu besorgen. Was Frauen am H&M so anziehend finden, ist mir ein absolutes Rätsel. Die können stundenlang da drinnen rum wühlen.

Zurück zu Hause haben wir mein Auto repariert. Die Lampe des Abblendlichtes auf der Beifahrerseite war kaputt. Hab ich eigentlich schon einmal erwähnt, dass ich handwerklich ähnlich begabt wie Tim Taylor bin? Vielleicht noch ein Stückerl schlechter. Ich gebe es zumindest offen zu. Stehe dazu. Habe kein Problem so etwas männliches wie Auto reparieren nicht zu beherrschen. War sogar schon kurz davor den ÖAMTC zu rufen. Totalschaden! Aber sogar ein kleiner McGuyver wie mein Bruder hatte Probleme, das Lämpchen zu wechseln. Da bin ich ja beruhigt.

Am Nachmittag haben wir noch ein klein wenig die Stadt unsicher gemacht. So früh stehen aber noch keine Bierstände dort. Im S.Oliver Shop wurde ich – wer hätte das geahnt? – mal wieder fündig. Ich sollte mir merken, den S.Oliver Shop zu meiden, wenn ich nicht wirklich was brauche. Aber ein T-Shirt in hellblau hatte ich noch nicht. War diesmal nicht ganz so schlimm, wie damals in St. Pölten. Nur fast. Die Artikelnummer von einem Hemd, welches ich mir voraussichtlich kaufen werde, habe ich auch noch ergattert. Die hatten leider meine Grösse nicht parat.

Aber das war’s noch nicht mit Bekleidungsgeschäften, denn mein Schwesterchen war auf der Suche nach was ganz Speziellem. C&A, Mango, Tom Taylor und wie sie alle heissen. Wir haben sie alle gesehen. Von aussen. Ich habe nämlich die Chance genutzt und bin bei meinem Bruder geblieben. Er rauchte. Ich natürlich nicht. Die Cola im Anschluss im 21 wurde musikalisch grandios von kolumbianischen Wanderkünstlern im Poncho untermalt.

Der Abend verlief fast nach Plan: zuerst zum Griechen (3x in einem Monat = arrrrr yeah) und dann kurz zu Hause entspannen und About a boy mit Hugh Grant angucken. Geiler Film. Auf meine folgende Frage “Giam mar ez no in die Stodt?” meinte mein Bruder nur lapidar: “Also wegn mir, brauchn mr net”. Conclusio: wir blieben zu Hause. Anlass dafür, dass ich dann ins Zimmer gegangen bin, um mich weiter in Jelineks Lust zu begraben, war, dass meine Schwester noch ein Häuferl oben drauf gelegt hat und meinte: “Wenn dr Wolf net mitgeaht, donn geah i a net mit”.

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