Der Resistance Fall of Man Erst-, nein Zweiteindruck

Es gibt Spiele, mit denen muss man sich beschäftigen, bevor sie ihre Qualitäten offenbaren. Vor fast einem Jahr war’s Perfect Dark Zero, welches schwach anfing, aber dann echt genial wurde. Gestern, als ich zum ersten Mal Resistance Fall of Man angespielt habe, hatte ich ein Deja Vú. Es war ein ähnlich schockierendes Erlebnis wie mein erstes Anspielen von Rares Shooter.

Resistance

Eigentlich hatte ich ja nach dem Killzone meets schwammige Dualshock 2 Analogsticks Debakel ein Wenig Angst vor Resistance. Das absolut abstoßende Art Design machte es mir nicht einfacher, aber diese verdammte Lust eine Playstation 3 zu besitzen ließ mich nicht los und Resistance ist halt nunmal das einzige Spiel für die Playstation 3, das einen Kauf Wert ist. Einmal abgesehen von Call of Duty 3, aber das hatte ich ja schon auf der Xbox 360 gespielt.

Wenn man, wie ich in letzter Zeit hauptsächlich auf der Xbox 360 Shooter gespielt hat, wird man vom “altmodischen” Standard Controller Layout (kann man zum Glück komplett überarbeiten) ein wenig abgeschreckt. Speziell die Tatsache, dass man hier das Zoomen ein- und ausschalten muss und zum Bücken einen Knopf gedrückt halten muss, hat mich am Anfang dann doch ziemlich überfordert. Hier hätte man gerne von der Konkurrenz klauen können. Es fühlt sich nämlich verdammt nach 2001 an.

Ausserdem hat mich das extrem hohe Tempo ein Wenig verunsichert. Ich war’s in letzter Zeit eher gemächlich gewohnt, Resistance fühlt sich eher wie Halo 2 auf Speed an. Hat man sich aber mal an das Tempo gewöhnt, hat das schon was an sich. Die Steuerung klappt nach etwas Eingewöhnung und ein paar Umstellungen dann doch ziemlich gut. Die Ziel-Hilfe ist nicht aufdringlich, hat mir aber schon ab und an mal unterstützend zur Seite gestanden.

Die Levels sind angenehm kurz und es gibt in regelmäßigen Abständen einen Checkpoint und massig Health Packs und Munition. Überall, bis auf den ersten Level. Das ist so eine Sache, die habe ich schon bei Far Cry Instincts Predator gehasst. Wieso meinen Entwickler, dass es lustig ist, grundlegende Fähigkeiten – wie die Möglichkeit seine Gesundheit in einem Shooter aufzufrischen – nicht zu besitzen, aber das Gameplay solch einer Einschränkung in keinster Weise nachsichtig entgegnet? So war das erste Level eine Ansammlung an frustrierenden Momenten. Danach ging’s aber Berg auf.

Beim Spielen ist man nicht immer nur zu Fuss unterwegs. Man kann auch mit Vehikeln durch die Gegend brettern. Bis jetzt durfte ich mit einem Panzer durch enge Gassen fahren. Das klappte verdammt gut, irgendwie besser als in Call of Duty 3. Es mag zwar nicht alle Möglichkeiten bieten, es steuert sich aber deutlich unkomplizierter.

Die Gegner sind verdammt hässlich und auch nicht besonders intelligent. Sie gehen zwar ab und an hinter einer Kiste Verstecken spielen, aber von ausgeprägter Intelligenz ist nicht viel zu sehen. Hängt wohl vom Schwierigkeitsgrad ab. Zielen können sie dafür aber sehr gut und treffen verdammt genau. Hab ich schon gesagt, dass sie verdammt hässlich sind?

Online konnte ich es noch nicht spielen. Gestern ging’s nicht, heute habe ich keine Zeit dafür. Was definitiv fehlt ist ein Online Coop Modus. Offline kann man es zwar im Split Screen spielen, aber das war’s dann auch schon. Sehr sehr sehr schade. Ich hoffe, dass Insomniac hier von Rare klaut und – analog zu Kameo – einen Online Coop als Update zur Verfügung stellt. Das könnte sehr geil sein.

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