Wer auf GTA steht und Scarface nicht kauft, ist selber Schuld!

Bin jetzt bei 32% des Spieles (knapp über 8h Spielzeit) angelangt, hab das erste Viertel 100% unter Kontrolle, hab 42 der 105 Exotics gekauft und bin echt begeistert und mehr als froh, dass ich mir Scarface geholt habe.

Es macht schon etwas her, wenn man als Tony Montana im feinen blauen Zwirn durch das Miami der besten Miami Vice Zeiten marschiert und Sprüche wie “I own this town” oder “Assholes, they make you crazy” klopft. Im Hintergrund dudelt aus dem Kassettenspieler feinste Musik aus der besten Ära, die die Musik je erlebt hat.

Per 500g Mobiltelefon wird dann der Fahrer angeschnorrt, er soll doch eine der vielzähligen Karren, die man vorher für schwer verdientes Geld erstanden hat, vorbei bringen. Aber pronto. Die Palette reicht vom Zuhälterkabrio mit dem Leopardenfell als Sitzbezug zum Sportwagen im Stile eines Lamborghini Countach.

Noch schnell im Empire Menü die Karte gecheckt und los geht’s in eine der vielfältigen Missionen. Man kann entweder die Geschichte vorantreiben oder sich durch Gefälligkeiten Namen und Adresse der besten Dealer des Viertels holen. Diese verkaufen einem dann für gutes Geld Koks in rauen Mengen, das man dann entweder im großen Stil an einen der eigenen Shops verkauft oder – für deutlich mehr Geld – an kleine Strassendealer, die einem aber im Gegenzug die Ohren voll labern von wegen ausnehmen und so.

Geschäfte werden im Spiel prinzipiell durch ein sich per Knopfdruck füllendes Meter bestimmt. Erinnert irgendwie an Golf. Zum Glück bleibt die Geschwindigkeit des Dinges konstant, sodass man nach einer gewissen Einarbeitungszeit keine allzu großen Probleme mehr damit hat. Geht’s einmal trotzdem in die Hose macht man entweder einen schlechteren Deal (z.B. verlangt dann die Bank auf einmal 10% für das Geldwaschen) oder muss den Geschäftspartner zum Schweigen bringen.

Das erhöht dann wiederum das Heat Meter. Derer gibt es zwei: eines für die Polizei und eines für gegnerische Gangs. Je höher dieser Meter ist, umso aggressiver reagieren Cops und Gegner auf den Spieler. Ausserdem wirkt sich die Höhe des Meters auch darauf aus, wie Passanten mit Tony umgehen, bzw. wieviel man pro 100g Koks einnimmt. Praktischer Weise kann man bei einem Duo an korrupten Polizisten, die frappierend an Sonny Crockett, bzw. Ricardo Tubbs erinnern, diesen Heat durch teures Geld senken. Sehr teures Geld.

Für jede coole Aktion im Spiel vergrößern sich Tonys Eier, die sog. Balls. Auch hierfür gibt’s ein Meter, welches, wenn es voll ist, Tony in Rage setzt und ihn für kurze Zeit praktisch unbesiegbar macht. Nicht nur das, nein, es füllt sich auch noch die Lebensenergie auf, wenn man einen Gegner in diesem Zustand tötet. Alle gesammelten Eier-Punkte werden summiert und schalten in bestimmten Intervallen Femmes Fatales frei. Diese Damen, zehn gibt es an der Zahl, müssen von Tony überredet werden, bei ihm in die Villa zu ziehen und sind eigentlich zu nichts zu gebrachen. Na ja… fast nichts. Immerhin erhöht sich die Anzahl an Balls, die man pro Aktion bekommt, je mehr der holden Maiden bei einem in der Hütte rumstehen.

Natürlich gibt es auch GTA-mäßig noch andere Sachen zu tun: statt Packungen sucht man in Scarface halt gegnerische Gangs, die man platt machen kann. Rennen gibt’s natürlich auch. Sonst sammelt man halt Exotics und Balls, macht eine der vielen Nebenmissionen um an Dealer zu kommen, etc.

Die Story wird meines Erachtens nach sehr gut erzählt und hängt sich auch glaubwürdig an das Ende des Filmes an. Komisch, dass die Geschichte für ein Spiel “verwurstet” wurde. Da hätte sich durchaus auch ein Film mit machen lassen. Aber Al Pacino ist mittlerweile schon ein Wenig in die Jahre gekommen. Diese Probleme hat man in einem Videospiel natürlich nicht. Obwohl… Pacino hat Tony nicht selber gesprochen, sondern einen Erstatzmann ausgesucht. Dieser macht den Job aber hervorragend!

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