So, San Esperito wäre auch befreit.

Naja, noch nicht ganz. Es würde nämlich noch eine ganze Reihe von Siedlungen und Städten geben, die es auf einer der riesigen Inseln im Archipel an die Rebellen zu übergeben gilt. Aber leider sind solche Befreiungsaktionen ziemlich monoton. Genau wie die andern angeblichen 300 Sidemissions. Hole Paket A, bringe es nach B und komme zurück. Oder geh nach A, töte Person B und komme zurück. Alle nach diesem Muster.

Just Cause

Generell gesehen ist Just Cause nicht gerade ein Wunder an Vielfalt. Und das ist eigentlich extrem schade, denn Potential hätte es enormes gehabt. Man merkt dem Spiel aber an, dass es das Erstlingswerk von Avalanche ist. Und zumindest in technischer Hinsicht haben sie ganze Arbeit geleistet. Es ist faszinierend was die Engine im Stande ist auf den Bildschirm zu zaubern. Und von der Luft aus sieht das alles absolut atemberaubend aus. Desto näher man allerdings dem Boden kommt, desto mehr kommt einem der Gedanke, dass die Entwickler wohl zu sehr im großen Stil gedacht haben und ihnen die Ideen ausgegangen sind womit sie dann die Inseln auch befüllen könnten.

So gibt es auf San Esperito zwar die ein oder andere Sehenswürdigkeit und auch die Hauptstadt schaut sehr ansehnlich an, der Rest scheint dann aber per copy & paste zwischen die vorher definierten Strassen verpflanzt worden zu sein. So schaut dann eine Siedlung (gleich schlecht) wie die andere aus. Und auch bei den Charaktermodellen hat sich Avalanche nicht mit Ruhm bekleckert: die sehen ziemlich dürftig aus. Rico hingegen, ist ordentlich modelliert.

Spielerisch hat Just Cause auch nur bedingt überzeugt, da viel zu viele kleine Schnitzer und Anfängerfehler das Bild trübten. Wieso um Alles in der Welt kann ich in den Menüs nur mit dem Digikreuz steuern? Wieso erlaubt es mir das Spiel nicht überall zu speichern und beim Laden dann einfach beim nächstgelegenen Speicherort zu starten? Oder wieso kann man die praktisch unbrauchbare Karte nicht näher ranzoomen, damit man zumindest ein Bisschen eine Ahnung hat wie man fahren soll? Auch das automatische Zielsystem hat so seine Tücken und lässt einen viel zu oft im Stich.

Wenn dann aber mal alles funktioniert, macht Just Cause sehr viel Spass. Und den hatte ich auch größtenteils in den 21 Stunden, die ich damit verbracht habe. Die Storymissionen sind zwar sehr spärlich ausgefallen, machen aber doch ziemlich Laune und sind auch dank Checkpoints meist gut zu meistern. Blöd dabei ist, dass die letzten paar Missionen im Vergleich zum Rest des Spieles deutlich schwerer und auch zum Teil frustrierend werden. Trotzdem ist das Spiel als Ganzes wohl eher als sehr leicht bis leicht einzustufen.

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