Prey durchgespielt
Nach dem äußerst positiven Eindruck der Demo und in Anbetracht des exzellenten Preises für das Spiel bei play-asia – codefree sei dank – konnte ich mir das Spiel natürlich nicht entgehen lassen. Gerade eben habe ich das 22. Kapitel abgeschlossen und mir die 655 Punkte geholt, die man dafür bekommt.
Jetzt bin ich mir nicht ganz sicher, was ich von dem Spiel halten soll. Es gab so viele geile Momente, aber auch einige Male, wo ich mir gedacht habe, dass dieses praktisch unendlich viel Energie zu haben – stirbt man, wird man in eine Parallelwelt verfrachtet, in der man durch das Abschießen von Geistern, seine Energievorräte wieder auffüllt – nur davon ablenken soll, dass das Spiel einige gewaltige Leveldesign Fehler hat.
Nicht selten steht man nämlich rum, schaut in alle Richtungen und sucht danach, wie es denn jetzt weiter gehen soll. Speziell, wenn man mit dem kleinen fliegenden Gefährt unterwegs ist, passiert es allzu oft, dass man die Strecken mehrmals fliegen muss, weil man auf der Suche nach dem nächsten Landeplatz allzu oft von mit Raketen im Hintern bestückten Beholdern in Grund und Boden geschossen wird.
Das passiert aber nicht nur in der Luft. Auch am Boden passierte es mir nicht selten, dass ich das Zeitliche segnete, weil, dank der Portaltechnik, aus dem Nichts Gegner aus allen Richtungen und sogar auf Decken und Wänden daher teleportiert wurden und dann wild auf Tommy geballert haben. Ein weiteres Problem mit dem Leveldesign war auch noch die teils absolut ungerecht platzierten Energie- und Munitionspunkte. Bekommt man an einigen Stellen, wo es nichts zu tun gibt, an jeder Ecke neue Munition, passiert es einem sehr gerne im Eifer des Gefechtes, wenn gleich mehrere Wellen Gegner auf einen zu rasen, dass einem die Munition der Lieblingsknarre und aller anderen Knarren auch, ausgeht. Und dann kann man sich schon mal mental darauf vorbereiten im spirituellen Reich Geister abzuknallen um wiederbelebt zu werden.
Das mag jetzt alles ziemlich negativ klingen. Ist es aber nicht. Ich kann mich an keine Stelle erinnern wo sich Frust breit gemacht hätte. Denn nach dem Minispiel um wieder zu Lebensenergie zu kommen befand man sich immer praktisch an der Stelle an der man gestorben war. Natürlich wird man dadurch auch dazu verleitet ungestüm vorzugehen und schon mal ohne groß nachzudenken in den nächsten Raum zu stürmen.
Wie lange ich gebraucht habe kann ich so nicht sagen. An die zehn Stunden werden es wohl gewesen sein. Technisch gab’s wenig zum Aussetzen. Richtig geruckelt, hat es nur ein einziges Mal ziemlich heftig gegen Ende des Spiels.
Technorati Tags: 3drealms, prey, x360, xbox360
Timsemann 22:50 on 11.07.2006 Permalink
geschenkt?
Martin Widmann 06:57 on 12.07.2006 Permalink
Jup, ich bin für Sony Betatester und sie verlosen, wenn man an den sog. Beta Trial Nights mitmacht, 50 Exemplare des jeweiligen Spiels, welches man getestet hat.
Somit bin ich schon zu Jak X und jetzt eben World Tour Soccer 2 gekommen. Das dritte Spiel (SOCOM + Headset + BBA) habe ich mal bei einem Preisausschreiben gewonnen.