Condemned Criminal Origins durchgespielt.

WOW, dieses Wochenende war ja äußerst “erfolgreich”. Gestern Tomb Raider Legend durchgespielt und heute bin ich nach 15:13:27 auch mit Condemned durch. Mir fehlen aber noch einige Achievements, da ich noch nicht alle Vögel und Metalltrümmer gefunden habe. Das wird aber bei Gelegenheit nachgeholt.

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Ich hatte ja ursprünglich Angst, dass ich mit diesem Spiel wenig Freude haben werde, da ich ziemlich schnell erschrecke (ich habe Halo damals fast ein Jahr nicht mehr angerührt, weil mich ein Flood so dermaßen erschreckt hat als ich um die Ecke ging, dass es mich vom Stuhl gehoben hat). Dazu kamen noch die ganzen Meinungen hier von wegen beängstigendes Spiel usw. Ich will jetzt nicht den Macho raushängen lassen, aber bis auf das generell bedrückende Gefühl in diesen dunklen Gebäuden und ein paar Szenen in denen es mich wirklich gerissen hat, hatte ich keine allzu großen Probleme mit dem Spiel. Weder mit der Atmosphäre, noch mit der übermäßigen Gewalt. Was mich ein wenig wundert.

Graphisch kann man meckern. Das Spiel schaut nicht sonderlich gut aus, von der Taschenlampe bestrahlte Objekte und Personen werfen keine Schatten, Personen sehen irgendwie falsch proportioniert und generell nicht besonders attraktiv aus, einige Texturen sind aus der Hölle. Trotzdem wirkt es irgendwie stimmig, ruckelt nicht und hin und wieder gibt’s sogar ein aha. Die Gewalt kommt sehr gut herüber. Man hat teilweise echt das Gefühl mitten drinnen zu sein.

Die bedrückende Atmo kommt aber erst durch die extrem gut angepasste Soundkulisse herüber. Kann mich nicht erinnern wie oft ich durch meinen eigenen Schatten oder meine eigenen Schritte kurz zusammengezuckt bin. Die Geräusche von Schritten in anderen Räumen, das Umfallen von Objekten, oft auch die blanke Stille, all das trägt wesentlich dazu bei, dass man beim Spielen von Condemned immer dieses Gefühl in der Bauchgegend hat. Als würde jemand die Eingeweide zusammenpressen.

Gespielt hat sich das Spiel sehr fein. Ein paar Sachen haben mich zwar gestört (z.B. dass man um zu laufen L gedrückt halten muss oder das Fehlen einer Sprungtaste), dafür klappt das Kämpfen und Blocken exzellent. Das forensische Element wurde aber viel zu wenig mit einbezogen und wirkte irgendwie aufgesetzt um die Story weiterzubringen.

Und mit der Story möchte ich abschließen: die fand ich nämlich ausgesprochen gut, obwohl….

ich nicht ganz verstanden habe, was da vor sich gegangen ist. Wer ist Ethan Thomas und wieso hat der Staat eine Akte über ihn. Was steht in dieser verdammten Akte und wieso ist er so wichtig? Was hat es mit der Sektengeschichte auf sich? Ist der Onkel von SKX der Leader der Sekte? Was passierte mit ihm?

Oder sind das Fragen die Monolith für einen potentielles Sequel offen gelassen hat?

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