Tomb Raider Legend durchgespielt. Auf schwer.

Eigentlich wollte ich es gar nicht auf schwer spielen, da ich aber nunmal damit angefangen hatte und leckere 175 Punkte darauf warteten in mein Konto aufgenommen zu werden, habe ich es dann auf schwer durchgezockt. Und ich wurde, wenn man mal von ein paar kleinen frustigen Stellen absieht, blendend unterhalten in den 11:42:51, die ich benötigt habe 93% des Spieles zu sehen. 100% erreicht man wohl nur, wenn man alle Dinge gesammelt hat. Derer fehlen mir noch einige, aber die hole ich mir früher oder später noch.

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Grafisch gibt es nicht viel zu meckern. Ok, es schaut nicht so sehr next gen aus, wie andere Spiele auf der neuen Xbox, es bietet aber doch einige Hingucker und schaut durch und durch gut aus. Nicht überragend, aber gut. Lara wurde sehr schön modelliert und schaut mit ihren neuen nicht mehr ganz so überdimensionierten Brüsten deutlich besser aus, als je zuvor. Toby Gard hat Lara gerettet! Die Orte, die man besucht sind schön gross, größten Teils gut designt und vielfältig. Hin und wieder bleibt Lara zwar aus unerklärlichen Gründen ein wenig hängen, bzw. stößt der Haken an unsichtbare Wände, aber das ist zu verschmerzen.

Von der Audio Seite gibt es auch wenig zu meckern: Musik und Sprecher wissen zu überzeugen, die 5.1 Abmischung ist gut, der Bass wird gut genutzt und wenn Geröll rollt, dann spürt man das auch (natürlich nur, wenn man die entsprechende Hardware hat). Leider gab es hin und wieder Verständigungsprobleme, wenn einer der Adjutanten grad was sprach, aber die Umgebungsgeräusche lauter waren. Bei einem Boss hat’s mich ein paar Anläufe mehr gekostet bis ich verstanden hatte, was der da nuschelte.

Spielerisch ist das Spiel sehr gut gelungen, speziell wenn man sich an Angel of Darkness erinnert. Crystal Dynamics hat super Arbeit geleistet und beim besten denkbaren Vorbild für dieses Genre abgeschaut. Den Prince of Persia Touch spürt man an allen Ecken und Enden und das ist auch gut so! Einzig die Sands of Time sind mir hin und wieder abgegangen, die wären bei einigen Trial’n’Error Passagen durchaus hilfreich gewesen. Zugegeben, die Kämpfe waren etwas nervig und monoton, aber so oft muss man ja zum Glück nicht kämpfen im Spiel.

Die Motorradszenen, die eigentlich zur Auflockerung dienen sollten hätten sie sich sparen können. Die waren nicht besonders lustig, obwohl die Enden der Szenen immer ziemlich cool waren! Trotzdem hätte ich getrost drauf verzichten können.

Was bleibt noch zu sagen übrig? Ich hoffe, dass sich dieser Teil von Tomb Raider so gut verkauft, dass Eidos wieder Vertrauen in die Serie kriegt und Crystal Dynamics und Toby Gard darauf ansetzt einen weiteren Teil zu produzieren. In diese neu eingeschlagene Richtung kann die Serie von mir aus ewig bestehen!

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