Überlegener 8:2 Sieg der Bulldogs. NO WAY!

Das gestrige Spiel zwischen dem EC Dornbirn und dem Bregenzerwald ging zwar wirklich 8:2 für die Bulldogs aus, aber von überlegen kann keine Rede sein. So einen Chaoshaufen wie den der gestern am Eis gestanden ist habe ich noch nie gesehen. Das fing schon an bevor das Spiel überhaupt begonnen hat. Am Eis stand nämlich unsere neue erste Linie: Kiviaho, Rajcak, Vanhannen, Wild und Urban. Mag schon sein, daß – übrigens mein absoluter Lieblingsspieler – Urban ein gelernter Verteidiger ist, aber er hat in der 2. Linie super Arbeit im Angriff geleistet und ist in der Verteidigung verschwendet!

Natürlich wurde nicht nur die erste Linie komplett umgekrempelt. Es macht ja auch extrem Sinn, daß man beim moralischen Tabellenführer der NL zwei Spiele vor dem Ende des Grunddurchgangs alle Linien über den Haufen schmeißt, die unter der Saison in den meisten Fällen gut funktioniert haben. Mußte Lindquist hier eine Vertragsklausel unterschreiben, daß er die – meines Erachtens immer noch gute – Leistung von Komma komplett über den Haufen schmeißt?

So wundert es natürlich nicht, daß das erste Tor in unseres geschossen wurde. Ein wunderschöner Shorthander, der Fend keine Chance ließ. In diesem Tenor ging’s auch weiter: auf unserer Seite Chaos pur, auf der anderen Seite gute Chancen und ein kleiner Herr, der einmal ganz groß sein könnte: Jakob Pohl, der Nachwuchsgoalie des Waldes. Und Letzterer spielte ganz groß auf! So groß, daß ich – hätte ich es entscheiden können – ihn zum Spieler des Abends gewählt hätte, denn im ersten Drittel hat er gehalten was das Zeug hielt.

Die zwei Tore, die dann noch noch für die Hausherren in diesem Drittel fielen waren ein Powerplaytor von Urban und eine Einzelaktion von Herburger zur Pausensirene. Bei beiden Toren hat sich Pohl nichts vorzuwerfen. So ging’s mit einer unverdienten 2:1 Führung in die Pause. Bezeichnend für dieses Drittel wird mir die 3:5 Überzahl der Wälder in Erinnerung bleiben, als die Dornbirner einen Wechsel komplett verschliefen und für ein paar Sekunden nur 2 der Unseren am Eis gegen 5 Wälder standen.

Das 2. Drittel ging dann mit 5:1 an die Bulldogs. Dafür war aber nicht die überragende Leistung der Dornbirner verantwortlich, sondern die Verteidigung der Wälder, die den armen Pohl immer und immer wieder in Stich ließen. Muß ein höchst frustrierendes Drittel für den jungen Nachwuchsspieler gewesen sein. “Highlight” des Drittels: Dornbirn erhält einen Penalty und Lindquist schickt Woger diesen zu verwerten. Was er auch macht. Trotzdem war die Entscheidung für Woger eine ziemliche Überraschung für mich.

Das 3. Drittel plätscherte dann ziemlich langweilig vor sich hin. Pohl hatte wohl die Nase voll und wurde von Pernutsch ersetzt. Dieser mußte nur einmal hinter sich greifen, als Rauter (jetzt auf einmal in der 4. Linie zu finden) ganz alleine die komplette Wälder Verteidigung durchbrach und “einlochte”. Negatives “Highlight” des Drittels: Thomas Urban mußte verletzt das Eis verlassen. Hoffentlich ist nichts Schlimmes passiert und Thomas kann am Dienstag in Salzburg antreten. Weiters verschwand irgendwann mal in diesem Drittel Kiviaho.

Abschließend bleibt zum Spiel folgendes zu sagen:

1) Die Schiedsrichter am Eis waren gestern unter jeder Kanone. Und das für beide Seiten. Die hätten eigentlich alle drei 2 Minuten für Spielverzögerung plus 10 für Unvermögen verdient.
2) Bei Komma wäre im dritten Drittel Schwendinger im Tor gestanden und hätte so wertvolle Eiszeit und Erfahrung sammeln können. Lindquist sieht das wohl anders.
3) Wenn die Bulldogs am Dienstag in Salzburg so spielen, dann werden sie von den roten Bullen abgeschlachtet. Und das mit Recht. Mit solchen Leistungen gibt’s in den Playoffs keinen Blumentopf zu gewinnen!

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