6 Stunden Tales of Eternia – Ein Ersteindruck

2004 war Tales of Symphonia mein erstes Tales of Spiel und gleichzeitig nicht nur ex ecuo mit Galleon mein Spiel des Jahres, sondern auch das bis dato beste Spiel auf Nintendos Spielewürfel. Ich gehe mal schwer davon aus, daß sich daran auch nichts ändern wird. Dank Ubisoft habe ich nun die Chance einen weiteren Teil dieser Serie spielen zu können und konnte natürlich einem Kauf nicht widerstehen.

Das Spiel läuft übrigens auf der PSP und wurde meines Erachtens gut von der Playstation (kam dafür in den USA als Tales of Destiny 2 raus) auf das kleine Schmuckstück aus dem Hause Sony portiert worden. Wie schon in ToS sind die Dungeons und Städte in wunderschönem handgemaltem 2D gehalten, während die Oberwelt neblig, farblos und 3D ist. Im Gegensatz zu Tales of Symphonia sind die Kämpfe in ToE aber zufallsbasiert.

Die Frequenz ist aber nicht allzu hoch und die Kämpfe sind herrlich schnell absolviert. Durchschnittlich dauert so ein Kampf zwischen 10 und 20 Sekunden. Dabei spielt man Reid, den Hauptakteur selber, die anderen sind von einer ziemlich ausgefeilten und bis ins kleinste Detail konfigurierbaren KI gesteuert. Ganz faule können auch Reid von der KI steuern lassen und einfach nur taktisch ins Geschehen eingreifen. In den meisten Fällen verhält sich die künstliche Intelligenz aber gut genug, dass es nicht nötig ist.

Der Schwierigkeitsgrad ist dabei leider schon fast zu einfach. Dank der extrem flotten Kämpfe hat man in null Komma nix Unsummen an Geld gesammelt, mit dem man ohne größere Probleme die beste Ausrüstung und Heilitems kaufen kann. Das Verhältnis zwischen dem Geld, das ein einzelner Kampf abwirft und den Preisen in den Geschäften stimmt nicht ganz, denn nach einem durchschnittlichen Kampf kann ich nicht nur in der Kneipe übernachten, sondern auch noch einen Haufen Heilitems oder Zutaten für meine Kochrezepte kaufen. Das macht das Spiel freilich ziemlich einfach und einsteigerfreundlich.

Was mich noch ein Wenig stört ist die Steuerung des Ganzen. Kann man außerhalb der Kämpfe noch aussuchen, ob man mit Analogknubbel (ich komme mit diesem Teil übrigens sehr gut zurecht) und Digikreuz wählen kann, sind die Funktionen der beiden im Kampf klar definiert und genau verkehrt rum für meinen Geschmack. Konfigurieren lässt sich das leider auch nicht. Dazu gesellt sich, dass das Bewegen der Figuren nicht wirklich präzise ist, was in einigen Situationen ziemlich nerven kann. Ziemlich am Anfang muss man z.B. Steine verschieben, was dank der Steuerung zur Geduldprobe werden kann.

Aufgrund einiger Meinungen im GAF hatte ich befürchtet, dass die Sprachausgabe, welche offensichtlich 1:1 aus der Playstation Version übernommen wurde, eine reine Katastrophe sei. So was, wie in Sudeki hatte ich erwartet. Zum Glück wurde ich positiv überrascht. Die Stimmen sind bei Weitem nicht so schlecht wie erwartet, es fehlt lediglich etwas an Emotion.

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