3:4 verloren (n.P.). Die roten Bullen besiegen Bulldogs ohne Biss.

Es werden heute Stimmen laut werden, die behaupten werden, dass das Spiel aufgrund des Schiedsrichtertrios verloren wurde. Und im Teil haben die auch recht, denn so eine schlechte Darbietung des unparteiischen Trios habe ich schon lange nicht mehr gesehen. Sie haben nicht wirklich falsch gepfiffen, sie waren nur ständig im Weg und schauten über weite Teile des Spieles noch unmotivierter aus als unsere Mannen. Das aberkannte Tor und den wiederholten Penalty lasse ich jetzt außen vor, denn wenn man von solchen Sachen abhängig ist, dann ist's eh schon zu spät.

Aber wie schon gesagt: würde man die Niederlage der Dornbirner Bulldogs gegen die Red Bulls Salzburg den Schiedsrichtern in die Schuhe schieben wollen, dann würde man unserer Mannschaft zu sehr schmeicheln. Zu oft sind die von den Bullen drückend beherrscht worden. Zu oft hing es vom Glück, oder der erneut wirklich guten Leistung unseres (Ersatz)Goalies Schwendinger ab, dass wir nicht unter die Räder gekommen sind.

Die Legios waren gestern auch wieder mit dem Kopf ganz wo anders. Mimöschen Rajcak würde, wäre er Fussballspieler, zum Schwalbenkönig der Saison ernannt werden und erinnert mich irgendwie an Ivica Vastic als er noch bei Sturm Graz und mit dieser Mannschaft in der Champions League spielte. Es kommt mir immer mehr vor als hätte unser lieber Andrej Angst davor ein Tor zu schießen. Und Kiviaho wurde zwar als Torschütze des ersten Tores gefeiert (war aber von Fekete, dem Spieler des Abends auf unserer Seite), hat aber sonst nicht wirklich gezeigt was er kann.

Wenn man Gründe für unser miserables Spiel gestern sucht, dann muss man wohl oder übel die statische Verteidigung ansprechen. Von Pressing keine Spur. Man läßt den Gegner einfach mal machen und schaut was passiert. Mit ein wenig Glück wird schon nichts passieren. Mit der Verteidigungsleistung ist es eh ein Wunder, dass Schwendinger nicht öfter hat hinter sich greifen müssen.

Aber alleine die Verteidigung ist nicht Schuld an der desolaten Leistung der Bulldogs. Ich dachte immer, dass beim Eishockeytraining das Passspiel trainiert wird und, dass zumindest einfache Pässe von einem Spieler zum Anderen relativ problemlos funktionieren sollten. Zumindest bei den Profis aus dem Ausland. Wenn dem so ist, frage ich mich, wieso ich so viele Fehlpässe sehen muss. Und wieso wird der Puck immer von der blauen Linie in die Bande gejubelt und alle laufe ihm nach? Wieso machen es nicht die anderen auch wie der Urban und fahren gemeinsam mit dem Puck ins Angriffsdrittel? Ansehnlicher ist das allemal.

Die Ladehemmungen vom Rajcak habe ich ja schon angesprochen, aber er ist nicht der Einzige, der sich nicht traut auf das Tor zu schießen. Folgende Situation: Powerplay 5 gegen 4, Bock liegt am Eis, das Tor ist leer, Puck kommt zu einem unserer Stürmer (kann mich leider nicht mehr erinnern, wer's denn war), dieser muss aber drei (!!) Mal ausholen bevor er schießt. In der Zwischenzeit war natürlich der Bock schon längst wieder auf den Beinen. Wäre der Schuss zumindest ein Kracher gewesen. Nix da. Ein Schüßchen war's.

Mittwoch geht's in den Wald, zum Tabellenletzten. Deren Trainer, Michael Sparr, war gestern bei uns zu Besuch und hat sich wohl einige Sachen aufgeschrieben wie man uns in die Enge treiben kann. Naja. Hoffentlich verbocken sie's nicht. Die Unseren natürlich.

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