Suikoden 4 doch alles andere als schlecht

Suikoden 4 ist alles andere als so schlecht, wie es mir im ersten Eindruck vorkam. Sogar die Bootsfahrten sind um einiges besser, als es mir nach den ersten zwei Stunden vorkam. Ich vermute, daß einige Funktionen (Seekarte, 3rd-Ship-Ansicht ;), etc.) erst freigeschalten werden, wenn man die erste wirkliche Mission annimmt und einem das Tutorial erklärt, daß man die Karte verwenden kann.

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Auch das Navigieren kommt mir nicht mehr so schlimm vor, das Anvisieren des Hafens klappt mittlerweile sogar gut. Ich kenne aber trotzdem lustigere Zeitvertreibe als in Suikoden 4 mit dem Schiff durch die Gegend zu tuckern.

Zum Beispiel eines der vielen Minispiele zocken. Speziell das Minispiel Rita-Pon einer einer der 108 Stars hat es mir angetan. Es ist ein Mix aus Poker, Domino und Mahjongg und hat mich heute doch glatt 2h lang vergessen lassen, daß ich erst 15 der 108 Stars beisammen habe.

Und auch grafisch ist das Spiel nicht so trist, wie es die erste Stadt aussehen läßt. Zugegeben, es flimmert noch wie Sau, aber einige Orte sind durchaus sehenswert und Spiele, die Wasserfälle haben kriegen bei mir eh automatisch Bonuspunkte.

Zum Glück hat mich der Suikoden Bonus noch dazu überredet das Spiel nochmal einzulegen.

Suikoden 4 (PS2, US) – Eindrücke nach knapp 2 Stunden

Eine Seefahrt die ist lustig, eine Seefahrt die ist schön? NEIN! Den Typen bei Konami, der das Schifffahren implementiert hat sollte man einen Tritt in den Arsch verpassen und ihn in Zukunft nur mehr Flash-Spielereinen programmieren lassen. Wer Zelda wegen der Bootsfahrten nicht mochte wird Suikoden 4 hassen. Und das hat nicht nur einen, sondern viele Gründe! Zum Einen bekommt man schwammige Informationen wohin man segeln soll und findet sich plötzlich irgendwo im weiten Meer ohne irgendwelche Infos darüber ob man nun in die richtige Richtung fährt oder nicht. Das wird noch dadurch verschärft, daß man die Kamera nicht ims Boot drehen kann und somit, wenn man z.B. in den Süden segelt, absolut nichts sieht. Wer jetzt meint das klingt ja nicht so schlimm, der hat noch nie versucht das Boot zu steuern.

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Soweit ich das bis jetzt interpretiert habe ist die Steuerung von so einem Kutter nämlich Glückssache. Man möchte beschleunigen und es tut sich nichts. Man dreht das Boot nach links und es fährt gerade aus, dreht sich nach rechts, dreht sich gar nicht oder bleibt einfach stehen, als wäre es gekentert. Um das ganze noch zu "verbessern" gibt es alle paar Meter einen Zufallskampf. Diese sind zwar sehr schnell vorbei, nerven aber auf Dauer gewaltig. Speziell, wenn man gerade versucht das Boot zu drehen und in 180° drei mal in einen Kampf verwickelt wird.

Hab ich schon erwähnt, daß die Seefahrtskarte für die Katz ist? Man sieht nämlich Inseln erst dann auf der tollen Karte, wenn man in deren Hafen eingelaufen ist. Zuerst kann man sie zwar durch Zufall treffen und umschiffen (was mit tollen Clippingfehlern belohnt wird), aber auf der Karte wird sie nicht angezeigt.

Das hat mir jetzt in den ersten 2 Spielstunden so dermaßen den Spaß verdorben, daß das restliche Spiel noch so gut sein könnte und ich würde es am Liebsten in der Luft zerfetzen. Einzig das Wissen, daß es danach besser werden soll mit den Schiffsfahrten läßt mich das Spiel weiterspielen und nicht in die Ecke pfeffern und vergessen.

Auch technisch ist es nicht der Bringer: die Grafik ist ziemlich steril und flimmert wie Sau. Die Animationen sind eine einzige Katastrophe und gibt einem das Gefühl, daß der Hauptcharakter einen Stock, nein einen Baum im Arsch mit sich rumträgt. Außerdem habe ich das Gefühl, daß Schrittweite und zurückgelegte Strecke nicht zusammenpassen. Zum Glück kann man in eine first person Ansicht schalten.

Die Soundseite ist leider nicht besser. Die Musik dudelt ziemlich lustlos in Hintergrund, die Sprecher klingen gefühllos, die Schrittgeräusche sind ein Grauß und auch der restliche Sound haut einen nicht vom Hocker. Dazu kommt noch, daß man im Menü zwar die Lautstärke der verschiedenen Effekte einstellen kann, diese aber nicht immer verwendet werden. Nicht mal ein schönes Animeintro mit schöner Musikuntermalung gibt es.

Das Kampfsystem ist herrlich flott. Leider kann man allzu oft nicht nachvollziehen in welcher Reihenfolge Aktionen ausgeführt werden und die Fräquenz der Zufallskämpfe steigert die Tendenz zum Buttonmashen.

Somit retten momentan wohl nur 2 Sachen Suikoden 4 vor dem Regal: der Suikoden 3 Bonus und die Hoffnung, daß es später besser wird.

Es ist vollbracht: Fable ist durch.

Es laufen gerade die Credits von diesem wirklich amüsanten Rollenspiel. Molyneux mag zwar bei Weitem nicht alles gehalten haben, was er versprochen hat, trotzdem haben die Carter Brüder ein Spiel geschaffen, das locker mit 99% der letztjährigen Releases den Boden aber sowas von aufwischt. Schade, daß es so verdammt kurz ist. Keine 20h hab ich gebraucht um die Kredits zu sehen.

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In der Zeit habe ich praktisch alles gemastert, alle bis auf eine Quest von der Guild beendet, 2x geheiratet und 2x Sex gehabt, ein Huhn 18m weit gekickt, 2 Männer so lange bezirzt bis sie einen Ring von mir wollten, tausende Monster gekillt, einen Leuchtturm aufgebrochen, mich mit Kuchen vollgefressen, einen Schatz gefunden, zwei Mal Strafe zahlen müssen, ein Haus ohne jeglichen Verdienst vermietet, eine geile Rüstung gekauft und noch viele andere Sachen auch gemacht. In Punkto Abwechslung macht diesem Spiel wohl kaum ein Anderes was vor.

Jetzt muß ich nur hoffen, daß sich die Gerüchte bewahrheiten und Ende diesen Jahres eine Missiondisk rauskommt. Würde mich echt Spass machen, Albion wieder zu besuchen.

Morgen wird Suikoden 4 in Angriff genommen!

Zum ersten Mal gepimpert – Der Fable Ersteindruck

Viele haben das schon vor Monaten gemacht, ich hätte auch können, aber irgendwie schaffte es Fable damals nicht mich in seinen Bann zu ziehen und somit habe ich nach 3 Stunden aufgehört und wurde zu Gunsten von Star Ocean 3, Shadow Hearts Covenant, Star Wars Knights of the Old Republic 2 und noch einer ganzen Reihe anderer Spiele ständig wieder nach Hinten gereiht in der Queue.

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Jetzt ist das Spiel von Molyneux an der Reihe, keine Ausrede! Suikoden 4 ist ja schließlich noch nicht da. *g* Grafisch gefällt mir Fable sehr gut. Nicht nur technisch sondern auch vom Artstyle her weiß der Titel auf ganzer Linie zu überzeugen. Einzig die seltenen Ruckler und Popups trüben das Bild ein Wenig.

Auch Soundtechnisch gibt es wenig zu meckern: schöne Musik, fette DD5.1 Effekte und zum großen Teil wirklich gelungene Sprecher mit teilweise echt lustigen Dialogen. Schade ist lediglich, daß ein und dieselbe Person teilweise wie von unterschliedlichen Sprechern gesprochen klingt und manchmal die gleichen Phrasen (z.B. "There is a new quest waiting for you") ständig wiederholt werden, was Einem nach einer gewissen Zeit einem ganz schön auf die Nerven gehen kann.

Das Spiel steuert sich im Großen und Ganzen prächtig, ist einfach und intuitiv. Leider ist das Magiesystem ziemlich chaotisch sobald man mehrere Zaubersprüche kennt. So passiert es mir des Öfteren, daß ich eine Magie anwende, die ich gar nicht anwenden wollte. Auch die Entscheidung die Abwehr auf Y zu legen finde ich nicht so toll (ich versuche ständig mit R den Angriff des Gegners zu parieren), ich wüsste aber nicht wie man es besser machen könnte. Dazu kommt noch eine Kamera, die hin und wieder, speziell beim Zielen, bockt, ein Schlag unter die Gürtellinie wie in Ninja Gaiden oder Sonic Heroes ist sie aber bei Leibe nicht!

Von der Geschichte hab ich bis jetzt nicht wirklich viel mitbekommen. Ich weiss zwar, daß ich meine Schwester retten muß, aber das weiss ich schon von Anfang an. Momentan stolpere ich von Quest zu Quest, kille Scharen von Monstern (was sich dank des schönen Kampfsystems als wirklich kurzweilig und interessant herausgestellt hat) und bringe die weibliche Bevölkerung dank meiner geilen Ausstrahlung zum Schwärmen. In Bowerstone glaube ich sogar einen männlichen Verehrer zu haben. Vielleicht such ich mir dort ja einen Liebhaber und werde zum ersten Light Side bisexual Jedi ähm Helden im Universum!

Star Wars Knights of the Old Republic 2 – First Impressions

Nun habe ich endlich Zeit mich ausgiebig mit Star Wars Knights of the Old Republic 2 zu beschäftigen. Zuerst mußte schließlich Shadow Hearts Covenant erledigt werden und das Intermezzo Final Fantasy X-2. Nach gut 6 Stunden Spielzeit wage ich nun mal ein erstes Fazit über den Nachfolger des Spiels des Jahres 2003.

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Und wenn man den Vorgänger gespielt und geliebt hat, dann fühlt man sich auch nach ein paar Minuten schon heimisch! Es ist praktisch alles beim Alten geblieben. Im Guten wie im Schlechten. Das Spiel steuert sich gleich gut wie der Vorgänger (ein paar nützliche Features, wie die 2 Waffensets, die man direkt switchen kann sind dazugekommen), schaut praktisch gleich aus, wie sein Vorgänger (von den zusätzlichen Animationen und Effekten habe ich bis jetzt nichts gemerkt, bin aber noch ganz am Anfang), hört sich gleich gut an wie der Vorgänger (obwohl mir vorkommt, daß teilweise nicht mehr ganz so gute Sprecher verwendet wurden) und es ruckelt wie der Vorgänger (teilweise sogar noch stärker).

Was die Story angeht bin ich bis jetzt noch nicht schlau daraus geworden, aber das ist auch so gewollt. Momentan wird mir häppchenweise immer wieder ein Bröckchen vorgeworfen, bzw. auf Datapads oder Überwachungskameralogs wiedergegeben. Die Art und Weise, wie die Story weitergeführt wird gefällt mir aber nach wie vor sehr gut.

Weniger begeistert bin ich bis zum jetzigen Zeitpunkt von meinen Weggefährten: Atton ist mir sehr suspekt und ist immer am Nörgeln, Kreja ist eine alte Besserwisserin, die mich extrem an die Mutter meiner Freundin interessiert. Einzig T3-M4 piepst fröhlich vor sich hin. Da waren Bastilla und Carth schon eine ganze Stufe höher. Aber das entwickelt sich sicher noch.

Und da war noch dieser eine Punkt, der mich tierisch nervt: teilweise reagiert die AI dermaßen dumm oder gar nicht, daß es ein Grauß ist. Die AI ist im Vergleich zum Vorgänger deutlich schlechter! Zwei Beispiele:

– T3-M4 und Atton sind auf "Agressive" gestellt und es beginnt ein Kampf. Obwohl beide nur Schusswaffen haben begeben sie sich in unmittelbare Nähe des Gegners, statt diesen aus der Ferne zu vernichten. Wenn ich sie auf "Ranged" umstelle, dann bleiben sie weit zurück und "verschlafen" den Kampfbeginn, was irgendwie auch nicht Sinn und Zweck der Sache ist.

– Noch viel schlimmer ist es, wenn ein Charakter eine Melee Waffe hat, einen Feind sichtet, dieser aber am Ende eines vermienten Ganges ist. Der Charakter stürmt los und rennt einfach durch alle Mienen durch (obwohl er sie dank Awareness erkannt hat). Diese explodieren natürlich und brigen erheblichen Schaden.

Ansonsten hab ich aber echt wenig Grund zum nörgeln. Ok, die Ladezeiten könnten kürzer sein, es fehlt eine Option zum Invertieren der Kameradrehung und hin und wieder kriegt man geile Standbildaufnahmen, aber das ist alles nur nebensächlich bei so einem Rollenspiel. Das Star Wars Feeling wird wieder schön rübergebracht und das ist wohl das Wichtigste. Ob der Titel an den Vorgänger rankommt wage ich zwar momentan zu bezweifeln, viel schlechter ist er aber mit Sicherheit nicht.

Update 14.01.2005:

Heute Nacht um 0:30 liefen nach knapp 64 Stunden die Credits von KOTOR2 über meinen Fernseher. Es waren zwar höchstwarhscheinlich nur 55-60h Nettospielzeit (die Spielzeit läuft ja weiter, wenn das Spiel auf Pause ist), aber diese vielen Stunden sind wie im Flug vergangen, obwohl mir die Xbox 2 mal abgestürzt ist (einmal mitten in einem Level und einmal beim Speichern) und teilweise derbe Ladeprobleme hatte (z.B. konnten Sprachsamples nicht schnell genug geladen werden).

Alles in Allem hat es mir viel Spaß gemacht, an seinen Vorgänger kommt es aber nicht ran. Da ist zum Einen das wirklich schamlose Recycling von ganzen Levels, die man jetzt zwar aus einer anderen Perspektive und mit anderen Zielen sieht, aber trotzdem schon mal dort gewesen ist.

Zum Anderen wirkten die Mitstreiter teilweise arg charakterlos und konnten mich auf keinen Fall so überzeugen wie jene im Vorgänger. Und obwohl es zum Ende noch einen gewaltigen Aufschwung gibt blieb mir doch das Gefühl, daß die zwar mitgereist sind, aber nicht wirklich für die selbe Sache gekämpft haben, wie ich.

Der letzte Kritikpunkt betrifft die Zusatzmissionen: zu viele beschränken sich auf Laufarbeit, was natürlich aufgrund der langen Ladezeiten nicht wirklich immer lustig ist. Da war irgendwie im Vorgänger mehr Abwechslung. Dazu kommt noch, daß ich einige Missionen leider nicht beenden konnte, weil mich entweder ein Glitch davon abhielt, der einen Event nicht triggerte oder ich zuerst was anderes machen wollte und dann nicht mehr die Chance bekam die Mission zu beenden.

Jetzt gönn ich mir mal eine  Pause von KOTOR2 und werde mir dann im Sommer nochmal beide Teile auf der Dark Side reinziehen.