Prince of Persia Warrior Within – Erste Eindrücke

Ich hatte Angst vor Prince of Persia Warrior Within, extreme Angst. Und zwar hatte ich Angst, daß Ubisoft mir den Nachfolger meines Vize-GOTY 2003 ruiniert hat, indem es das geniale aus Sands of Time – die Geschicklichkeitseinlagen – reduziert und das eher nervige – die Kämpfe – intensiviert hat. Ein Ninja Gaiden für Arme halt. Das gemischt mit einem extrem dunklen Setting, einen Dünnpfiff labernden Prinzen und Gitarrenriffs, die einem die Haare zu Berge steigen lassen.

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Soweit meine Befürchtungen durch Previews/Meinungen. Aber jetzt hab ichs selber gespielt und muß sagen, daß die Faszination wieder in alter Manier da ist. Ok, es wird mehr gekämpft und das Setting ist für meinen Geschmack zu düster, aber zum Einen wurden die Kämpfe wirklich enorm verbessert und zum Anderen ändert die dunkle Umgebung nichts daran, daß die Levels wieder genial gebaut sind und auch der Geschicklichkeitspart bis jetzt nicht zu kurz gekommen ist.

Die Steuerung ist auch genau so, wie ich sie in Erinnerung hatte: sehr präzise und eingängig und sie reagiert prompt auf die kommandos. Einzig die Kamera kann einem hin und wieder einen Strich durch die Rechnung machen, wenn man gerade die Wand hochlaufen will, ein Schwenk kommt und man beinhart über die Klippe hinausstürmt. Dank sehr gut platzierter Rücksetz- und Speicherpunkte ist das aber nicht wirklich ein Problem.

Einzig die Gitarrenriffs und der Dünnpfiff redende Prinz bleiben übrig und die lassen mir wirklich die Haare zu Berge steigen.

Noch was positives: dieses Spiel hat wohl den geilsten Arsch in der Videospielgeschichte und den gibts auch noch gleich am Anfang. Jetzt muß ich weiterspielen.

Conker Live & Reloaded Demo Impressionen

Heute kam die OXM UK an und da war unter anderem die Demo zu einem meiner Most Wanted Titel 2005 drauf: Conker: Live & Reloaded. Ich hatte auf dem N64 nie die Gelegenheit gehabt Conker Bad Fur Day zu spielen, deshalb freue ich mich mehr auf das offline Remake, als auf den Online Shotter.

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Der Teil des Levels, den man spielen kann, ist ganz klar der Landung der Amerikaner in der Normandie nachempfunden, wobei Conker natürlich bei den Part der Guten (Amis) und die Tediz jenen der Bösen (Nazis) spielen. Und die ersten paar Minuten der Demo sind eigentlich nur ein Massaker. Splatter, Gore, was man will. Alles nur nicht jugendfrei. Und das steht im Kontrast zu diesen putzigen kleinen Wollkneuel, die die Hauptakteure darstellen.

Auf der grafischen Seite hatte ich mir ehrlich gesagt mehr erwartet. Das Spiel läuft zwar immer flüssig, egal ob 1000 Effekte dargestellt werden oder nicht, aber weder der Fur Effekt (schaute auf den E3-Screenshots so dermaßen übermäßig geil aus), noch die Texturen hauen einen vom Hocker. Teilweise gibts auch ziemlich derbe Clippingfehler.

Da Rare aber mit Grabbed by the Ghoulies schon bewiesen hat, daß sie die Xbox Hardware sehr gut bedienen können, habe ich keine Zweifel daran, daß dies nur deshalb so ist, weil es sich um eine frühe Beta handelt. Fast hätte ich vergessen zu erwähnen, daß das Spiel einen schönen 16:9 Modus hat. Sollte jedes Spiel haben sowas.

Soundtechnisch habe ich absolut nichts zu meckern: der Sound kommt sehr gut über die 5.1 Anlage rüber und die Sprecher sind meines Erachtens sehr gut geeignet. Leidiglich Conkers "I hate these guys!" wirkt mit der Zeit ziemlich lästig und monton.

Noch ein paar Worte zur Spielbarkeit: das Spiel steuert sich sehr gut und intuitiv. Lediglich die Sprungpassagen zwischen den Minen habe ich nicht wirklich meisterlich überwunden und teilweise ist die Kamera ungünstig platziert. Sie kann aber jederzeit justiert werden. Die Rücksetzpunkte und Schokostücke sind sehr großzügig platziert, sodass sogar ein Noob wie ich locker durch die Demo spatziert ist. Hoffentlich bleibt das auch im endgültigen Spiel so.

Shadow Hearts: Covenant – Erste Eindrücke

Jetzt muß MGS3 einfach warten. Shadow Hearts Covenant ist schon seit einer ganzen Weile in meinem Besitz, aber erst gestern ist der Bradygames Guide eingetroffen, somit konnte ich erst heute damit anfangen dieses Spiel zu spielen.

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Ganz kurz noch zu den Guides: ihr könnt denken was ihr wollt, aber ich werde in Zukunft kein einziges RPG mehr ohne den offiziellen Guide zocken. Ich habe nicht die Zeit ein Spiel mehrmals zu spielen und will beim ersten Durchspielen möglichst viel vom Spiel mitbekommen. Somit greife ich auf die Guides zurück und schäme micht deshalb auch ganz sicher nicht. Außerdem sind sie meist sehr schön gemacht und interessant zu lesen.

Aber nun zum Spiel. Das erste das mir aufgefallen ist, sobald ich im Spiel die Kontrolle hatte: oh du meine Güte, wie lange habe ich die PS2 nicht mehr so flimmern gesehen? Das ist teilweise echt schlimm was da an den Kanten entlang geflimmert wird. Auch schaut alles ein wenig karg und detailarm aus. Wenn man FFX gespielt hat, dann fühlt man sich eine ganze Grafikgeneration nach hinten versetzt. Aber es sind ja die inneren Werte die die zählen.

Und von denen bietet SHC soweit ich es jetzt gesehen habe eine ganze Menge. Fangen wir mal bei den gerenderten Cutscenes an: die schauen wirklich sehr schön aus. Dann kommt die Sprachausgabe für die echt gute Sprecher verwendet wurden und ein echt gelungenes Kampfsystem.

Und das Kampfsystem hat es mir angetan, da es mich sehr an eines meiner Lieblingsspiele 2003 erinnert und zwar das geniale Gladius von LucasArts. Was dort ein Baleken war ist hier halt ein Kreis. Und desto besser man die Hotspots erwischt, desto härter schlägt man zu. Wenn einem das zu stressig ist, kann man auch die Kämpfe automatisch laufen lassen, ist dabei aber bei Weitem nicht so effizient.

Auch sonst gibt es wenig zu motzen: Cutscenes sind paus- und unterbrechbar, Speicherpunkte sind bis jetzt nciht allzuweit entfernt und laut Guide gibts immer direkt vor den Bossfights auch immer einen, die Charaktere, die ich bis jetzt kennengelernt habe sind zwar etwas skurril, aber haben alle ihren Charme. Bin echt mal gespannt wie es weitergeht.

Metal Gear Solid 3 – Hands on

Nach knapp 3h "spielen" bin ich bereit dafür meine ersten kleinen Eindrücke zu schildern. Das Spiel hat wieder genau das, was mich schon an Metal Gear Solid 2 so gefesselt hat: eine absolut filmreife Inszenierung. So etwas habe ich noch nirgendwo anders gesehen und werde ich wohl auch vor Metal Gear Solid 4 nicht wieder sehen. Unglaublich wie gut Kojima mit der virtuellen Kamera spielt. Natürlich sind auch die musikalische Untermalung und die Synchro – wie gewohnt – über jeden Zweifel erhaben.

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Und auch spielerisch ist alles beim Alten. Hier hätte man aber an vielen Stellen nachbessern können. Nein, sollen! Durch das Fehlen des Radars (hat es halt in den 60ern noch nicht gegeben) und die sture fixe Kamera ist es teilweise ziemlich schwer den Überblick zu wahren wo denn jetzt die Wachen stehen. Man kann zwar in eine first person ansicht umschalten, die ist aber auch nicht immer das gelbe vom Ei, speziell, wenn man im Gras liegt, damit man nicht entdeckt wird.

Und auch Surround Sound kann nicht 100%ig als Hilfe genommen werden. Teilweise werden Schritte ausgegeben, die irrsinnig nah klingen, aber es ist keine Wache in Sicht. Andere Male hört man gar nichts um dann einer Wache genau vor den Gewehrlauf zu stolpern. Ein Bisschen zu viel trial & error für meinen Geschmack, zumal die Wachen einen ja jetzt auch über das eigene Gebiet hinaus verfolgen.

**** kleiner Spoiler zum Anfang ****

Der Titelsong und das dazugehörige Intro "Snake Eater", das man nach dem Durchspielen der Virtuous Mission zu Gesicht bekommt ist genial! Ich hatte echt gedacht, daß jetzt ein James Bond Film anfängt. Hier hat sich Konami wohl ganz klar von den 007 Filmen inspiririeren lassen.