Star Ocean Till the End of Time Hands on

Nun habe ich ca. 13h gespielt und werde meine ersten Eindrücke posten. Eines vorweg: das Spiel fängt irrsinnig zäh an und bietet die ersten paar Stunden nicht wirklich viel. Wenn man diese Zeit mal überstanden und die ersten Begleiter hat, dann wirds bedeutend besser und mittlerweile muß ich zugeben, daß es mir sehr gut gefällt.

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Auf der Grafikseite ist es ein Mix aus mau und wow. Hin und wieder steht man vor einer wunderschönen location, die dann wieder von einer extrem biederen abgelöst wird. Sehr positiv aufgefallen ist mir die frei drehbare Kamera und der 16:9 Modus, den meines Erachtens jedes Spiel haben sollte. Ok, hin und wieder flimmern die Kanten, das ist aber alles nicht weiter schlimm. Auch die Kämpfe schauen ziemlich gut aus und die schönen Effekte werden weder durch Slowdowns noch durch Ruckler getrübt. Einziges großes Manko ist, daß es nicht die Möglichkeit gibt in eine 1st Person Visuale umzustellen. Teilweise würde ich schon gerne um mich herumschauen, speziell dann, wenn eine Zone schöne Panoramas hat.

Soundtechnisch bin ich hin und her gerissen. Es fängt bei der Musikkulisse an, die teilweise extrem haarstreubend ist, teilweise dann wieder ziemlich atmosphärisch und zum Thema passend ist. Die Gitarrenriffs in den Dungeons sind aber zuviel für meinen Geschmack. Selbes gilt für die Sprecher: einige sind sehr gut und passen zu den Charakteren, andere sind zum sich die Haare ausreissen. Fayt, z.B. finde ich gut gelungen, Cliff hingegen ist eine Katastrophe! Dazu kommt noch, daß ich gravierende Probleme mit dem Sound habe. Teilweise ist die Musik dermaßen laut, daß man das Gesprochene nicht hören kann. Teilweise sind in der gleichen Szene Personen exzellent zu hören und andere wiederum viel zu leise. Ich weiss nicht, ob es an meinem System liegt, oder ob das Spiel hier einen Vogel hat. Leider kann man die Einstellungen diesbezüglich nicht ändern.

Das Kampfsystem ist chaotisch, unübersichtlich und es ist nicht immer nachvollziehbar, was gerade passiert ist. Die KI der Mitstreiter ist auch nicht so das Gelbe vom Ei, speziell, wenn man gesehen hat wie gut es in Tales of Symphonia funktioniert hat. Da wurde man geheilt, wenn man geheilt werden mußte, hier ist das nicht ganz so einfach. Dafür sind aber die Kämpfe immer kurz und ziemlich lustig. Am Ende gibts dann Punkte und einen Kommentar von einem Mitstreiter. Die Gegnervielfalt ist – zumindest bis jetzt – sehr gering, bestimmte Mobs wiederholen sich in anderen Farben in späteren levels.

Das schlimmste am Spiel ist, daß es diese graußligen Bonus battles gibt in denen man genau einen wunden Punkt bei mir trifft. Wenn ich mal 300% Exp kriege in einem Kampf bin ich nicht mehr aufzuhalten und kann gar nicht mehr aufhören. Ich hasse sowas. Dazu gibts noch eine Prozentzahl beim Karten erforschen und wenn man 99% erreicht hat, dann gibts einen Preis. Sowas dürfen die mir nicht antun! Da kann ich ja nimmer aufhören zum die Karte abgrasen. Und die 99% sind nicht mal einfach zu erreichen: man muß teilweise wirklich den Rand entlang laufen, damit man auch jede mikrige Kerbe erwischt und die 0,1% dazugezählt werden. Das hätte man imho besser lösen können/müssen.

Aber dank o.g. Sache erklärt sich auch wieso es viele gibt, die hunderte Stunden mit SO: TtEoT verbracht haben: es ist dieses Jäger und Sammler Phänomen, das mich auch schon an PSO gefesselt hat.

Katamary Damacy Hands on

Oh mein Gott! Wie geil ist denn die Musik in Katamari Damacy? So einen geilen Soundtrack hab ich aber schon lange nicht mehr gehört. Abwechslungsreich, genial. Muß das nächste Mal lauter drehen.

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Technisch gesehen ist das Spiel selbst für PS2-Verhältnisse extrem unspektakulär, aber es ist sicherlich nicht der grafische Part in dem dieses Spiel zu punkten weiss. Trotzdem braucht aber niemand angst zu haben, daß er Augenkrebs beim Spielen kriegt. Einzige Vermutstropfen ist, daß die Kamera hin und wieder hinter einer Wand hängen bleibt und man dann praktisch nichts mehr sieht. Auch die anfängliche Ladezeit ist endlos lang, danach klappts aber wirklich schnell.

Auch die Steuerung mit den 2 Analogsticks ist gewöhnungsbedürftig, ich bin aber zuversichtlich, daß sie nach einiger Übung gut von der Hand geht. Momentan passiert es mir noch ziemlich oft, daß ich genau das Gegenteil von dem mache, was ich machen möchte und dann statt die Klammern aufzuheben vom Tisch falle und den ganzen Weg wieder raufsuchen muß.

Die Zeitlimits, die einem aufgebrummt werden, sind auch bis jetzt ziemlich fair. Hoffentlich bleibt das noch so. Aber ich bin zuversichtlich, daß dieses geile Spiel von Kopf bis Fuss gut designt ist.